Innere Wallstraße 30 - 89077 Ulm - Fon: (0731) 161 – 36 92 - Fax: +49 (0731) 161 – 16 59
E-Mail: schubart-gym@ulm.de

 

Ulm Tukuyu

An den Projekttagen 2018 beschäftigte sich eine Gruppe mit unserer Partnerschaft mit der Mabonde Primary School (Klassen 1 – 7)  in Tansania. Herr Süß und Herr Hauff berichteten aus ihren langjährigen Erfahrungen mit Partnerschaften zu Gemeinden und anderen Schulen in Tukuyu im Südwesten Tansanias. Unsere Schülerinnen und Schüler staunten nicht schlecht, dass die tansanianischen Kinder morgens um 7:00 Uhr  erst einmal die Schule putzen, dann in sehr großen Klassen (62 – 68 Schüler) bis um 16:00 Uhr mit einfachsten Mitteln unterrichtet werden. Außerdem müssen die Kinder einen Eimer Wasser mit zur Schule bringen, zum Hände waschen und für die Toilette – bei uns unvorstellbar.

Frau Bosbach berichtete von den Erlebnissen ihres Sohnes Fabian, einem ehemaligen Schülers des Schubart-Gymnasiums, der sich vor einigen Jahren sehr für die Partnerschaft engagiert hat und auch drei Monate an der Mabonde-Schule gelebt und unterrichtet hat.

Herr Däges berichtete von den Schwierigkeiten der Kommunikation mit dem Schulleiter der Mabonde Schule, Herrn Mwaisaka. Briefe schreiben liegt nicht in der afrikanischen Tradition, eher gewünscht ist der direkte Kontakt – von Ulm aus nicht einfach zu realisieren. Zum Glück kennen Herr Süß und Herr Hauff weitere Kontaktpersonen, über die eine Kommunikation möglich ist.

Stark im Mittelpunkt stand die Frage, wie diese Schulpartnerschaft neu gestaltet werden kann. Die Erfahrungsberichte machten schnell klar, dass unsere Vorstellung „Wir überweisen möglichst viel Geld“ überhaupt nicht sinnvoll ist. Immer wieder verschwinden Spenden in dunklen Kanälen.

Der richtige Weg ist:

  1. Anfragen, was gebraucht wird,
  2. Fragen, was das kostet,
  3. Geld sammeln und für diesen Zweck überweisen, wenn es irgendwie möglich ist, sollten wir keine Waren schicken, sonder vor Ort kaufen lassen. Das stärkt die Wirtschaft und es ist sicher gestellt, dass zum Beispiel Ersatzteile beschafft werden können.
  4. Kontrolle, dass das Geld wirklich dafür verwendet wurde.

Wie geht es weiter?

Einige Schülerinnen werden das Ergebnis des Projekttage auf dem Allerweltstag am 9. Dezember im Roxy präsentieren. Wir schreiben Briefe an Herrn Mwaisaka mit konkreten Themen, die für uns wichtig sind, und auf die wir uns zunächst konzentrieren möchten:

  • Brauchen Sie Gerätschaften und Samen für den Schulgarten?
  • Brauchen Sie Geld für weitere Renovierungen der Schule, wenn ja, für welche Bereiche?
  • Brauchen Sie Geld für Unterrichtsmaterialien, wenn ja, für welche Fächer, welche Materialien?
  • Können Sie Spielsachen von uns gebrauchen?
  • Können Sie gebrauchte Kleider gebrauchen?
  • Können sie Sportsachen gebrauchen (Handbälle, Fußbälle, Badminton- und Tennissachen?
  • Wir haben erfahren, dass viele Kinder ohne ausreichendes Essen in die Schule kommen. Können wir Sie unterstützen, damit morgens ein kostenloses Essen und Tee gereicht werden kann? Brauchen Sie Tee- und Essensschalen?
  • Brauchen Sie neues Mobiliar?

Außerdem wurde klar, dass einige Schülerinnen ein großes Interesse haben, selber nach Tansania zu reisen, zum Beispiel im nächsten Jahr, wenn Herr Hauff und Herr Süß im Rahmen der Partnerschaft von Kirchengemeinden mit einer Reisegruppe nach Tukuyu reisen. Ob das möglich ist und wie es finanziert werden könnte, muss noch herausgefunden werden.

Georg Däges

Bilder