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schubart.txt - Lakota Moon - wie aus einer echt blöden Idee eine echt gute Idee werden kann

Schubart.txt hat mit der Kinderabteilunsleiterin, Frau Keil, der Stadtbibiliothek Ulm über die Ausstellung der 7d über das Buch „Lakota Moon“ von Antje Babendererde und über die Aktuelle Lage der Bücherei gesprochen. Frau Keil arbeitet seit 2016 in der Stadtbibiliothek Ulm und liest selbst am liebsten Abenteuerromane.

Letztes Schuljahr las die damalige 7d den Roman „Lakota Moon“ und fertigte während des Lockdowns ein Lesetagebuch an. Zu jedem Kapitel sollte eine kleine Aufgabe erledigt werden. Da die Arbeiten sowie alle Aufgaben während des Homeschoolings nicht benotet werden durfte, überlegte sich die Klassenlehrerin, Frau Oehler, dass die besten Lesetagebücher in einer Vitrine in der Bücherei Ulm ausgestellt werden könnten, da sie die Tagebücher trotz allem wertschätzen wollte. Außerdem las die Autorin des Romans auch schon in der Schule und in der Bücherei. Dazu setzte Sie sich mit der Leiterin der Kinderbibiliothek, Frau Keil, in Verbindung. Sie machte es möglich, dass nun ca. 10 der 27 Lesetagebücher ausgestellt wurden. Allerdings immer nur eine Seite und in einer Glasvitrine, sodass man nicht in den Werken blättern konnte. An der Ausstellung kann man sehen, dass sich Schüler auch bemühen, wenn die Arbeiten keine Note geben. Es gibt sehr viele schöne Lesetagebücher und die Vitrine ist sehr schön gestaltet und nicht zu übersehen. Die Vitrine stand im ersten Sock der Bücherei direkt am Eingang.

1.  Wie ging es der Bibliothek in den letzten 5 Monaten?

Wir hatten ja ca. 5 Wochen geschlossen, in dieser Zeit gab es mehr E-Books und viel Lernmaterial. Außerdem eine App mit Hörspielen und wir haben online vorgelesen.

Wir haben in der Zeit auch Projekte vorgezogen und hatten trotz der Schließung viel zu tun.

2. Welche Altersklasse von Kindern und Jugendlichen kam in letzter Zeit am Meisten.

Ich denke diejenigen zwischen 8 und 12. Wir hatten auch über die Sommerferien das Leseprogramm „Heiß auf Lesen“. Das ist genau auf diese Altersklasse bestimmt.

3. Jetzt zu unserer Ausstellung: Machen Sie solche Kooperationen mit Schulen/Klassen häufiger?

Ja, sehr oft in unterschiedlichster Weise. Mal Sind es AGs, die hier etwas ausstellen, oder es sind Klassen, die etwas zum Ausstellen haben.

4. Kommen Sie auf die Schulen bzw. Klassen zu und fragen, ob es etwas zum Ausstellen gibt, oder kommen die Schulen auf Sie zu?

Beides. Ich kann natürlich nicht wissen, ob die gewisse Klassen gerade zum Beispiel ein Lesetagebuch zu einem bestimmten Buch machen oder ob es sonst noch etwas Anderes zum Ausstellen gibt. In dem Fall müssen die Klassen oder Schulen auf uns zukommen und danach fragen. Aber man kann natürlich nachfragen und vielleicht hat man Glück und an der Schule ist gerade ein kreatives Projekt entstanden.

5. Kommen viele Klassen bzw. Schulen und fragen nach so einer Ausstellung?

Ich weiß nicht genau wie viele, aber ich denke schon, dass jedes Jahr mindestens 1 Klasse kommt. Es fragen auch nicht alle nach einer Ausstellung, sondern es hat ganz viele verschiedene Anlässe.

6. Denken Sie, dass durch solch eine Ausstellung, wie wir sie hatten, mehr Kinder dazu animiert werden dieses Buch zu lesen, zum Beispiel durch gute Rezensionen?

Ich denke schon. Die Ausgestellten Exemplare sind ja sehr schön und es bleiben auch Leute stehen und schauen sich die Vitrinen an. Die Vitrine steht mitten im Raum und ist nicht zu übersehen. Ich denke da wird schon Interesse erweckt.

7. Manche Schulen haben Schulbibliotheken – sehen Sie das als Konkurrenz?

Überhaupt nicht. Das ist ja ein super tolles Konzept und wir unterstützen uns auch gegenseitig. Wir helfen auch freiwillig gerne mit. Manche Schüler trauen sich nicht in so eine große Bücherei wie hier in Ulm, da sind die Büchereien in der Schule sehr schön. Außerdem ist Sie an dem Ort, wo die Kinder jeden Tag hingehen und so für manche besser zu erreichen.

Von: Yasmin Wassner 8d